Kindern das Sparen beibringen

Einkaufen mit kleinen KindernSparen beginnt Zuhause:

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Kind später im Leben mit Geld umgehen wird, müssen Sie nur in den Spiegel schauen – die Chancen stehen gut, dass Ihr Kind Ihren Gewohnheiten nachleben wird.

  • Früh beginnen: Wenn Ihr Kind von klein auf mitbekommt, dass Mama und Papa das Familien Budget diskutieren, wird es mit der Zeit merken, dass Sie Anschaffungen planen und dafür Geld zur Seite legen.
  • Mahlzeiten sind ein idealer Zeitpunkt, um über Ausgaben zu diskutieren. Essen, Kleider, Bus-Abo, der Kauf eines Autos oder die Ferienplanung sind ein Teil der Themen, über die Sie sich unterhalten könnten.
  • Diskutieren Sie Ihre Sparziele vor den Kindern, erstellen Sie eine Liste dieser Ziele, ordnen Sie sie nach Wichtigkeit und bestimmen Sie, für welche Sie sparen wollen und welche Sie zurückstellen.
  • Verzichten. Sie verzichten somit zu Gunsten Ihrer wichtigsten Sparziele auf andere Dinge. Sie setzen Prioritäten. Kinder verstehen besser, was es heisst, zu verzichten oder zu warten, wenn sie es durch solche reale Beispiele in ihrer Familie erleben.
  • Wünsche. Lassen Sie die Kinder eine Liste der eigenen Wünsche erstellen, die Wünsche nach Priorität einordnen und sich für die zwei, drei wichtigsten entscheiden, für die sie ihr Taschengeld, Selbstverdientes und Geldgeschenke sparen wollen.
  • Erklären Sie den Kindern, dass es für Erwachsene die „grosse“ Bank gibt und Sie dort Geld für Ihre Sparziele ansparen. Und dann erklären Sie ihnen, dass es auch für Kinder eine Bank gibt: Die Spardose.
  • Visualisieren. Lassen Sie die Kinder Bilder von den eigenen und den Familien Sparzielen malen und hängen Sie sie auf.
  • Feiern Sie das Erreichen von Zwischenetappen. Wenn z.B. 50% des Familien Sparziels „Italien Ferien“ erreicht ist, markieren Sie den Tag im Kalender, backen Sie zusammen Pizza und dekorieren Sie das Esszimmer italienisch.
  • Überprüfen. Kinder wechseln Ihre Wünsche öfters als Erwachsene. Fragen Sie das Kind ab und an, ob sein Sparziel noch aktuell ist. Bei einem „Ziel-Wechsel“ wird es auch ohne allzu viel Erklärung Ihrerseits erkennen, dass es klug war, das angesparte Geld nicht schon für etwas ausgegeben zu haben, was es jetzt nicht mehr will. Und dass dadurch das neue Ziel schneller erreicht werden kann.

Was ist passiert?

Durch Ihr aktives Vorleben und die regelmässige Diskussion in der Familie haben Sie Ihrem Kind beigebracht, wie man sich Ziele setzt, diese überdenkt, Prioritäten setzt und dafür spart. Es hat gelernt, mit System und kontrolliert mit Geld und Konsum umzugehen. Eine sehr wünschenswerte Verhaltensweise für das ganze Leben.

Die Fähigkeiten Ziele und Prioritäten zu setzen, auf etwas Warten und Wünsche überdenken zu können, werden so für das Kind zu etwas Normalem, Alltäglichem und Klugem – denn Mama und Papa wissen ja alles!

Infobox

Für Kinder von 0 – 7 Jahren sind Mama und Papa allwissend. Sie imitieren gerne deren Verhalten, nicht zuletzt auch beim Umgang mit Geld und Konsum. Leider scheuen sich viele Eltern, bereits mit Vorschulkindern das „Geld-Thema“ anzugehen. Dabei würde es sich ungemein lohnen!

Denn Kinder eignen sich in diesen Jahren wichtige Fähigkeiten und Gewohnheiten an, wie das Vorausplanen und das Warten können. Später wird es schwieriger, diese Verhaltensweisen zu beeinflussen, da Sie sie nicht mehr formen können, sondern ändern müssen.

Wir empfehlen daher, das „Geld-Thema“ spätestens anzugehen, wenn ihre Kinder begreifen, dass man mit Geld Dinge kaufen kann. Und unterschätzen Sie bitte als Eltern nie, wie stark Ihre Verhaltensweisen die Entwicklung Ihrer Kinder prägt: Ein Vielfaches mehr als Ihre Worte.

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