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Kindern beibringen zu warten

Little angry girl at yellow jeans. Child on white background, bigstockfoto«Alle anderen haben das auch!» «Ich hätte so gern…», «Kaufst Du mir das?»

Kennen Sie solche Sätze? Vermutlich ja. Viele Eltern fragen sich, wie sie darauf reagieren sollen.

Warten lernen:

Mit mehr als 15.000 Werbespots monatlich baut das Fernsehen erfolgreich das Markenbewusstsein von Kindern und Jugendlichen auf! Kinder und Jugendliche verfügen über Taschengeld und die Eltern über ein Bankkonto…. Ein grosser Markt! Da heute mehr als ein Drittel der Kinder einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer stehen hat und die Werbeindustrie alle Register zieht, um Wünsche zu wecken, fragen sich viele Eltern, wie sie diesen Begehrlichkeiten entgegen wirken können.

Eigentlich geht es nicht darum, Konsum zu verteufeln, sondern darum, die Konsumverklärung ein bisschen zu entlarven. Wenn Ihnen Ihr Kind das nächste Mal damit in den Ohren liegt, ist das eine wunderbare Gelegenheit, über Wünsche und Bedürfnisse und über Werbung und Konsum zu sprechen. Um es kurz zu machen: Gefragt ist weniger Hard- als Software: Phantasie, Kreativität, Wissen, Lernen, Anstrengung.

Und auch das sollten Kinder beizeiten erfahren: Sozialkompetenz, Kreativität, Weltverständnis wachsen nicht im Nintendo-Labyrinth, sondern beim Spielen mit Ball, Holzklötzen und Verkleidungskiste.

Lassen Sie sich also nicht unter Druck setzen. Wenn Ihr Kind das nächste Mal seufzt, «ich hätte so gern», versuchen Sie mit ihm ins Gespräch zu kommen. Darüber, was so schön an dem Plastikpony mit der neongrünen Mähne ist. Ob das Auto, das Sie ihm letzte Woche gekauft haben, wirklich so gut ist, wie in der Werbung dargestellt. Warum es unbedingt ein Wii Game sein muss. Oft genügt das schon, damit sich ein Wunsch wieder verabschiedet. Ein energisches «kommt gar nicht in Frage» hat dagegen manchmal zur Folge, dass der Wunsch eine Bedeutung bekommt, die er ursprünglich nicht hatte.

Hin und wieder darf man einem nörgelnden Kind auch was kaufen. Und es anschließend fragen: «Bist Du jetzt glücklich? War es das, was Dir gefehlt hat?» Wenn ja, wunderbar. Aber oft bekennen Kinder dann ganz ehrlich: «Es ist ganz schön, aber…». Sie spüren sehr genau, dass man angenehme Gefühle nicht kaufen kann. Diese Erfahrung ist ein weiterer wichtiger Schritt, klug mit Geld umzugehen und standfest gegenüber der Verführungskraft der Konsumwelt zu bleiben.

Entscheidend ist, dass Kinder Warten lernen. Nicht jede Bitte, nicht jeder Wunsch muss „pronto!“ erfüllt werden. Egal, ob es sich um eine materielle oder immaterielle Sache handelt. Ein freundliches, zugewandtes, festes „Später“ oder „Nein“ und – eventuell erst nachdem sich die erhitzten Gemüter wieder beruhigt haben – eine Frage wie die oben erwähnten, hilft Kindern Geduld und Verzicht zu lernen.

Was ist passiert? 

Ja, es braucht immer wieder Geduld und Nerven, wenn Kindern nörgeln. Aber es lohnt sich ungemein, dabei ruhig aber bestimmt „Nein“ oder „Später“ zu sagen und wenn immer möglich das Kind gleich oder etwas später darauf anzusprechen. Mit der Zeit wird es merken, dass nörgeln nicht zum Ziel führt, dass man nicht immer alles sofort haben kann. Es lernt zu warten und mit der Zeit, selber seine Wünsche zu überdenken – das sind zwei der wichtigsten Fähigkeiten (nicht nur) im Umgang mit Geld und Konsum.

Die wichtigen Fähigkeiten warten und Wünsche überdenken zu können, werden für das Kind zu etwas Normalem, Alltäglichem und Klugem – denn Mama und Papa wissen ja alles!

Infobox Für Kinder von 0 – 7 Jahren sind Mama und Papa allwissend. Sie imitieren gerne deren Verhalten, nicht zuletzt auch beim Umgang mit Geld und Konsum. Leider scheuen sich viele Eltern, bereits mit Vorschulkindern das „Geld-Thema“ anzugehen. Dabei würde es sich ungemein lohnen! Denn Kinder eignen sich in diesen Jahren wichtige Fähigkeiten und Gewohnheiten an, wie das Vorausplanen und das Warten können. Später wird es schwieriger, diese Verhaltensweisen zu beeinflussen, da Sie sie nicht mehr formen können, sondern ändern müssen. Wir empfehlen daher, das „Geld-Thema“ spätestens anzugehen, wenn ihre Kinder begreifen, dass man mit Geld Dinge kaufen kann. Und unterschätzen Sie bitte als Eltern nie, wie stark Ihre Verhaltensweisen die Entwicklung Ihrer Kinder prägt: Ein Vielfaches mehr als Ihre Worte.

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