Die 4 Geschenke Regel für Weihnachten und Geburtstag

Geschenke Weihnachten Geburtstag Vorfreude Kinder

Geschenke sind zu oft nach 10 Minuten nicht mehr interessant…

Kennen Sie das auch:

Jedes Jahr während der Vorweihnachtszeit suchte ich in Katalogen, Spielzeugläden und Schaufenstern nach dem “perfekten” Geschenk für meinen Sohn und weitere Kinder in meinem Umfeld.

Da es so viele tolle Spielzeugautos, Plüschtiere, Lego Sets, Kinderbücher und weitere wunderschön präsentierte Dinge gibt, passierte es schnell, dass ich zu viele Geschenke einkaufte.

Aber eben… ich wollte den Kindern ja eine Freude bereiten und hab wohl immer wieder mal übertrieben. An Weihnachten lagerte dann unter und zuweilen auch neben dem Weihnachtsbaum ein grosser Berg Geschenke und wir Erwachsenen fragten uns, ob das sinnvoll sei.

Ich denke, ich bin nicht der einzige, dem es so geht.

Die – Vier Geschenke Regel für Kinder – habe ich im Netz entdeckt und die geht so:

  1. Gib ihnen etwas, das sie wollen
  2. Gib ihnen etwas, das sie brauchen
  3. Gib ihnen etwas, das sie tragen
  4. Gib ihnen etwas, das sie lesen

Was mir an dieser Idee gefällt:

Sie ist auf jedes Familien Budget anwendbar und hilft, den Geschenkeberg unter Kontrolle zu halten.

Wenn Sie sich mit Grosseltern und weiteren Schenkenden absprechen, können auch grössere, teurere Wünsche erfüllt werden.

Dieses Konzept ist somit nicht eine wirkliche Einschränkung. Es schafft ganz im Gegenteil Platz für kleine Übertreibungen, die aber in ein, zwei Geschenken konzentriert sein werden. Und zwar in Geschenken, von denen Sie wissen, dass die Kinderherzen vor Freude jubeln werden.

Vielleicht bleibt der Spontankauf des neongrünen Plüschkätzchens auf der Strecke und ja, vielleicht wird bei Tanten, Paten, Oma und Opa Überzeugungsarbeit Ihrerseits benötigt… aber eben…

Beispiele und Ideen:

Geschenke für kleine Kinder

  1. Etwas, das sie wollen: Einen Kaufladen
  2. Etwas, das sie brauchen: Neue Bettwäsche mit Bildern vom Lieblingstier
  3. Etwas, das sie tragen: Ein Prinzessinnenkostüm oder ein Feuerwehrmannkostüm
  4. Etwas, das sie lesen: Märchenbuch aus dem Sie vor dem Schlafengehen vorlesen oder etwas wie „Wo ist Walter“

Geschenke für Schulkinder

  1. Etwas, das sie wollen: Einen Roboter-Experimentierkasten, ein Game,  ein Lego Set
  2. Etwas, das sie brauchen: Einen neuen Fahrradhelm, eine gute Lampe fürs Fahrrad
  3. Etwas, das sie tragen: Die In-Markenschuhe, zu denen Sie bisher immer nein gesagt haben
  4. Etwas, das sie lesen: Lassen Sie sich in einer Buchhandlung beraten. Beispiel: „Die drei ??? Kids“

Geschenke für Teenager

  1. Etwas, das sie wollen: Einen (limitierten) Gutschein für die Handy Verbindungskosten, ein Smartphone
  2. Etwas, das sie brauchen: Laptop, Tablet, …
  3. Etwas, das sie tragen: Eine Geschenkkarte für den Lieblingskleiderladen
  4. Etwas, das sie lesen: Einen Gutschein für Bücher, das Jahres Abo für ein Magazin über ihr Hobby

Die Weihnachtszeit kriegt mit diesem Vorgehen eine neue Qualität. Sie haben weniger Stress, die Kinder sind weniger überfordert, wer möchte, kann etwas für das Familien Budget tun und… weniger Geschenke werden nach zwei Tagen uninteressant.

Infobox zu Kinder-Cash Für Kinder von 0 – 7 Jahren sind Mama und Papa allwissend. Sie imitieren gerne deren Verhalten, nicht zuletzt auch beim Umgang mit Geld und Konsum. Leider scheuen sich viele Eltern, bereits mit Vorschulkindern das „Geld-Thema“ anzugehen. Dabei würde es sich ungemein lohnen! Denn Kinder eignen sich in diesen Jahren wichtige Fähigkeiten und Gewohnheiten an, wie das Vorausplanen und das Warten können. Spätestens ab der Pubertät wird es schwieriger, diese Verhaltensweisen zu beeinflussen, da Sie sie nicht mehr formen können, sondern ändern müssen. Wir empfehlen daher, das „Geld-Thema“ spätestens anzugehen, wenn ihre Kinder begreifen, dass man mit Geld Dinge kaufen kann – Taschengeld ist ein guter Start. Und unterschätzen Sie bitte als Eltern nie, wie stark Ihre Verhaltensweisen die Entwicklung Ihrer Kinder prägt: Ein Vielfaches mehr als Ihre Worte.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Heidi Bärwolf
9. Dezember 2018 9:04

Man sollte aber den Großeltern nicht alles vorschreiben und etwas ‘ Spielraum’lassen. Es geht um Weihnachten, da gibt es auch schon einmal etwas, was nicht immer lehrreich ist.Kann mich sehr gut erinnern, daß ich mir einen Roller wünscht – was bekam ich ” einen Puppenwagen.Das war eine Enttäuschung, die ich nie vergessen habe.

Antworten

    Hallo Frau Bärwolf und vielen Dank für Ihren Input.
    Ja, so ein Roller ist was feines – ich erinnere ich nur zu gut an unseren (wir waren drei Jungs und teilten uns einen) und den Spass, den wir damit hatten. Und ja, gerade an Weihnachten sollte ein Herzenswusch der Kinder Platz haben. Nur sogenannte (im “Erwachsenendenken”) lehrreiche Dinge zu schenken finde ich auch falsch – Kinder lernen ja vor allem im freien Spiel viele Dinge, sie entwickeln dabei ganz wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie überraschen uns immer wieder mit ihrer Fantasie – auch im Gebrauch mit Spielsachen, der oft anders ist, als wir das erwarten würden. Den Artikel hatte ich geschrieben, weil ich mich selbst dabei ertappt hatte, wie ich Geschenke für Kinder kaufte, die auch mir gefielen, die dann mit zuvielen weiteren Geschenken schlussendlich in einer Ecke landeten… Er sollte einen Denkanstoss geben, aber auf keinen Fall als “Vorschrift” interpretiert werden – auch für mich ist gerade Weihnachten ein Fest, an dem möglichst viele Kinderaugen vor Freude leuchten sollten – in diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Jahresausklang und ein wunderschönes Fest im Kreis Ihren Familie und Freunde. Daniel Wehrli

    Antworten

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